Brrr! Es ist grau und kalt und windig – auch Schnee gesellt sich dazu. Gar nicht so einfach die lieben Kleinen mit viel guter Laune bei allen Beteiligten an der frischen Luft zu beschäftigen!

Isabell Hartmann hat einen Trick aus der Bastelkiste gezogen, die ihr und den Kids einen Superspaß beim Machen und beim Ausprobieren geschenkt haben. Windtüten basteln steht bei uns jetzt jedenfalls ganz oben auf der „To do it yourself!“ Liste.

Windtüten basteln
Windtüten basteln
Windtüten basteln

Bei diesem Projekt entsteht nicht nur ein tolles Spielzeug – ein kindheitsgoldenes Draußenerlebnis gibt es quasi gleich mit dazu. Die Motivation, auch bei grauem und windigem Wetter nach draußen zu gehen ist bei uns manchmal nicht hoch, aber wehende Haare, flatternde Bänder und vom Wind durchgepustete Kinder helfen gegen jeden Lagerkoller. Macht mit, dieses kreative Projekt ist ein Superspaß!

Für die Windtüten braucht ihr 

  • reißfestes und sehr leichtes Material: Wir hatten kein Tyvek (das ist ein papierähnlicher Stoff, der sehr leicht ist und toll beklebt und bemalt werden kann) zuhause und haben Stickvlies verwendet. Beides funktioniert hervorragend! Ihr könnt natürlich auch Papier von der Rolle nehmen, ein altes Bettlaken oder eine Plastiktüte zerschneiden – schaut einfach, was ihr in eurem Haushalt passendes findet. Denkt aber daran, dass Papier schnell reißen kann und dann der Spaß im Wind schnell gebremst wäre.
  • Basteldraht (nicht zu dünn)
  • Krepppapierstreifen oder Folienstreifenband für besonders glänzende Flatterfransen
  • Bastelkleber oder Heißkleber (der Low Melt “Heiß”-Kleber ist echt toll) oder Bastelheftzange
  • Schere
  • Farbe nach Lust und Laune. Wir haben Acrylfarben, Farbpigmente und Glitzerstaub verwendet
  • Kartonreste für Spachteln oder Kämme und/oder Pinsel
  • Kleister, falls ihr auch mit Pigmenten oder Glitzer herumprobieren wollt
  • Reißfestes Garn für die Schnüre – dieses Neongarn ist super stabil und knallbunt!

Solltet ihr größere Kinder haben oder nur in Maßen mit Kleister und Farbe experimentieren wollen, kann das Projekt locker in einem Tag geschafft werden. Auch in weiß und nur durch bunte Bänder verziert sieht die Windtüte spitze aus und man kann noch am selben Tag raus in den Wind. Andernfalls empfehlen sich zwei Nachmittage, damit das Material gut trocknen kann. 

Tag eins – Farbexplosion deluxe

Pro Windtüte braucht ihr ein circa 50 x 60 cm großes Stück Vlies, Tyvek oder des gewählten Material. Wir haben zwei schmälere Streifen Vlies zusammengeklebt, um auf diese Größe zu kommen. 

Jetzt kann es los gehen: Stellt den Kindern eine Auswahl an Farben, Glitzer und Kleister bereit und ermutigt sie, zu experimentieren. Falls sich die Sauerei in Grenzen halten soll, kann man das Material auch sehr schön mit dem Malkasten verzieren. In unserem Fall ging es eher in Richtung Action-Painting und da aus der Mischung der Farbe mit dem Kleister eine cremige Masse entsteht, hatten die Kinder noch Spachtel und Kämme aus Karton zum Arbeiten zur Verfügung. Wenn die Kunstwerke fertig sind, können sie an der Leine oder auf der Fensterbank trocknen.

Windtüten basteln
Windtüten basteln

Falls eure Kinder (wie unsere) viel zu viele Farben mischen und am Ende keine Strukturen mehr erkennbar sind, macht es trotzdem nichts: Einfach wieder etwas Farbe abnehmen und die Kinder animieren, mit Tupfen oder Linien zu experimentieren. 

Tag zwei – startklar für den Wettlauf mit dem Wind

Während Erwachsene oder ältere Kinder nun die Windröhre formen, können kleinere Kinder lustige bunte Streifen aus Krepppapier schneiden.

Das Stück Stoff wird nun so zugeschnitten, dass es unten 50 Zentimeter und oben 60 Zentimeter breit ist: es entsteht ein Trapez. In den unteren 50 Zentimeter breiten Rand werden nun Zacken geschnitten, damit sich der Stoff schön um den Draht kleben lässt. Das 55 Zentimeter lange Stück Draht wird nun oberhalb der Zacken gelegt. Auf die Zacken kommt ein Tupfer Bastelkleber oder Heißkleber und sie werden nach oben geklappt und angedrückt. Ihr könnt auch die Heftzange benutzen – seid mutig und kreativ!

Nach kurzer Zeit ist der Kleber trocken und mit dem Draht wird ein Kreis geformt: die Windröhre entsteht. Die beiden Längskanten werden nun ebenfalls zusammengeklebt.

An der hinteren Innenseite können die Kinder nun die bunten Bänder ankleben.

Am Schluss werden oberhalb des Drahtrings vier Löcher gemacht: zwei Fäden reißfestes Garn (50 cm lang) werden in jeweils gegenüberliegende Löcher gefädelt und fest verknotet. Dadurch wird die Röhre später in der Waage gehalten. An den gekreuzten Schnüren kann nun eine weitere befestigt werden, an der die Windröhre gehalten wird. Am besten wird gleich eine Schlaufe hineingeknotet. So kann man die Windtüte später leicht halten oder um einen Stock schlingen.

Und jetzt raus, auf in den Kampf mit dem Wind! 

Windtüten basteln
Windtüten basteln

Idee, Umsetzung, Anleitung und Fotos: Isabell Hartmann