Silvia Philipp ist Frau Gold und ich bin großer Fan ihrer schönen kreativen und so liebevoll gestalteten Welt. Mit einer feinen Prise Neon-Pop fühlt die sich nämlich so mollig warm an und ich bin sicher, dass bei Frau Gold einiges einfach ganz in echt verzaubert ist. Folgt ihr auf Instagram, ihr werdet schnell sehen, was ich meine.

Zauberhaft schön sind auch ihre Kerzenprodukte im frisch eröffneten Frau Gold Onlineshop. Vor Kunden für ihre handgefärbten Kerzen in Traum-Farbkombinationen kann sie sich mittlerweile kaum retten. Meine Favoriten sind Hauch und Kallisto – welches sind eure?

Ich freue mich riesig, dass Silvia uns mit ihrem Know-How heute hier ein wunderbares DIY für die Osterzeit zeigt – perfekt für das eigene Zuhause und den Ostertisch oder als Geschenk für die Liebsten. Eierkerzen gießen ist nämlich gar nicht schwer mit Frau Gold und das meiste dafür benötigte Material habt ihr sicher schon zu Hause. Wir werden Eierkerzen am Wochenende selber machen und unsere Kerzenreste verarbeiten. Ich vermute schon jetzt, dass der beste Moment ist, wenn die Schale gebrochen wird und ein kleines buntes Kunstwerk nach dem anderen zum Vorschein kommt. Macht ihr auch mit? Super! Dann geht’s jetzt los mit der Idee von Silvia!

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Eierkerzen selber machen

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Materialliste

  • Eier
  • Wachsreste, neutralfarben oder auch schön bunt.
  • Wachsmal-Farbreste
  • Dochte oder du nimmst die, die beim Schmelzen der Wachsreste übrig bleiben. Sie sollten mindestens 7 cm lang sein.
  • Herd und Topf für Wasserbad
  • Altglas für Wachsreste
  • Altes Besteck oder Holzspieße zum Umrühren

Das Technik ist wirklich einfach und gelingsicher. Du brauchst wenig Material, weil das Volumen der Eier so gering ist. Trotzdem ein paar Tipps vorab:

  • Nimm Altpapier, um deine Arbeitsplatte oder deinen Tisch abzudecken. Du kannst dir noch so sehr vornehmen nicht zu kleckern, es geht immer etwas daneben.
  • Wenn deine Wachsreste verschmutzt oder rußig sind, kannst du sie nach dem Schmelzen einfach durch einen Einmal-Teefilter gießen. Darin bleiben Rückstände haften. Gut, was?

Nun los!

Die Eier sollten möglichst weit oben an der Kuppe aufgeschlagen werden. Dann kannst du den Inhalt in einer Schüssel auffangen. Wenn das nicht klappen will, dann mache ruhig ein Löchlein in die andere Seite vom Ei und puste es aus. Das Wachs wird das Loch später rasch verschließen. Deine Öffnung an der Kuppe muss aber so gross sein, dass du das flüssige Wachs hineingeben kannst. Deshalb fällt klassisches Auspusten weg.

Schmelze deine Wachsreste nun im Glas im Wasserbad. Erhitze das Glas langsam, indem du es nicht in das schon siedende Wasser stellst. So geht in der Regel nichts zu Bruch. Rühre die Farbreste in das flüssige Wachs, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Wenn du Ombre Eier gießen möchtest, gib erst wenig Farbe zu, gieße die erste Schicht (dazu unten mehr) und intensiviere Farbschicht für Farbschicht die Farbe.

Stelle dein Ei stabil in einen Eierbecher und gieße ein wenig Wachs hinein. Wenn das Ei gerade im Becher steht, entsteht ein gerader Füllstand. Möchtest Du, dass verschiedene Farben in verschiedenen Formen aufeinander treffen, dann stelle Dein Ei schräg. Du kannst hierfür eine Schüssel mit Zucker zur Hilfe nehmen. Im Eierbecher will das Ei nämlich am liebsten gerade stehen.

Wenn das Wachs schon leicht fest wird, gib deinen Docht hinein. Er erhält den nötigen Stand, wenn du ihn zuvor einmal ganz in flüssiges Wachs tauchst und kurz auskühlen lässt. Außerdem lässt er sich so auch schön färben.

Wenn Du möchtest, dass sich verschiedene Farben klar voneinander absetzen, lasse die erste Wachsschicht unbedingt gut auskühlen, bevor du die zweite Schicht gießt.

Weiter geht es also mit der nächsten Farbe. Wenn Du möchtest, dann bringe das Ei dafür wieder in eine andere schräge Position.

Fahre fort bis das Ei gefüllt ist.

Achtung: Wachs hat die Eigenschaft beim Auskühlen abzusinken. Du musst also mehrmals ein wenig Wachs nachgießen, damit die Eierkerze zum Schluss wirklich ausgefüllt ist.

Wenn das Wachs ausgekühlt ist, kannst Du Dein Ei pellen. Ich liebe das, denn es ist wie Geschenke auspacken und macht ziemlich viel Spaß.

Die Vorstellung ein nicht gepelltes Ei zu verschenken ist aber auch lustig, oder? Bei uns gibt es Nachbarschaftskörbchen und so stehen am Ostermorgen ständig neue Körbchen vor der Haustür. Ich bin immer auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen zum zigsten verpackten Schokoeihasenwhatsoever. Durch den Docht müssten doch alle verstehen, dass es eine Eierkerze ist und diese gepellt werden muss, oder?

Übrigens: Durch die Eihaut, die unter der Schale liegt, bekommen die Kerzen meist automatisch den richtigen Stand. Sonst hilfst Du einfach mit einem Messer nach oder nutzt einen Eierbecher. Kerzen müssen natürlich  immer auf feuerfesten Untergründen betreut abbrennen. 

Gutes Gelingen!

Silvia

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Idee, Umsetzung, Text und Fotos: Silvia Philipp (Frau Gold)