Lieblingshände // WLKMNDYS // Marion Rekersdrees

Zu Besuch bei Marion Rekersdrees

Wie es der Instagram Zufall so wollte, begegnete mir dort Marion Rekersdrees Profil und es machte sofort bäm-tätärätää-huihui-oha!
Traumhaft schöne Zeichnungen von ihr sind dort zu sehen und ganz viel Liebe für Kräuter, Blumen und grüne Schönheiten. Den grünen Daumen, der an mir leider vorbeigegangen ist, hat Marion gleich in doppelter Dosierung bekommen – gepaart mit ihrer Zauberhand am Stift. Es ist ihre Leidenschaft, mit der sie direkt in mein Herz gesprungen ist, und so habe ich sie schnell zum neuen Händchen im Lieblingshände-Team gemacht.

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Da ein Zufall selten alleine kommt, wohnt Marion gar nicht weit weg von mir, hat zwei Kinder und wir beide sind, wen wundert’s, ganz auf einer Wellenlänge. Nix mit Zufall, würde ich behaupten, vielmehr ein fast unheimlich geschicktes Programm dieses Instagram. Denn: Mr.Insta kennt mich und meine Vorlieben. Und das hat doch etwas fantastisch Großartiges. Die weite Welt liegt einem sozusagen vor den Augen und man ist auf virtuellem Besuch bei Gleichgesinnten. Schein oder Sein fragt sich der Verstand und freut sich dann umso mehr, wenn man im echten Leben aufeinander trifft und sich zeigt, dass das Kopfmärchen tatsächlich Hand und Fuß hat und das reale Leben drumherum noch sympathischer ist!

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Einen zauberhaften Vormittag habe ich mit also mit Marion in Potsdam verbracht. Dort wohnt sie, der Schlosspark Sanssoucci nur einen Katzensprung entfernt, in einem wunderschönen Altbau mit ihrer Familie, wo ich bei Kaffee und Blaubeeren mehr über ihr Leben und ihre Arbeit erfahren durfte. Eine Überraschung aus Marions Händen ist auch mit im Boot. Gespannt? Los geht’s!

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Liebe Marion, erzähl uns, wie du Illustratorin und Grafikerin geworden bist und ob du dir das als Kind schon so erträumt hast!

Auch als Kind habe ich schon immer wahnsinnig gerne gemalt, am liebsten mit Wasserfarben. Meine Mutter hat uns Kindern im Sommer oft alte Tapetenreste auf die Gartenterasse gelegt, ein paar Pötte Fingerfarben daneben gestellt und uns einfach machen lassen. Mit 14 oder 15 stand für mich fest, dass ich Grafik Design studieren wollte, obwohl mir nicht einmal ganz klar war, was das eigentlich ist. Nach dem Abi habe ich mich ein Jahr lang auf einer Kunstschule ausgetobt und dann ging es zum Studieren nach Aachen. In dieser Zeit habe ich viel hand-made gestaltet und gewerkelt und collagiert und am Rechner zusammengestellt. Das Malen und Zeichnen habe ich dabei etwas aus den Augen verloren. Nach meinem Studium ging es nach Berlin, wo ich in Designagenturen gearbeitet habe. Dann kam ein Jobangebot von einem Verlag. Ich habe Berlin für drei Jahre verlassen und bin in die Verlagswelt eingetaucht. Dort habe ich das Illustrieren wieder entdeckt. Nachdem mich dann die Liebe wieder nach Berlin zurückgezogen hat, habe ich meine Arbeit als Illustratorin für den Verlag von Berlin und jetzt von Potsdam aus weitergeführt und mich selbstständig gemacht.

Das hört sich so nach einem kreativen Elternhaus an!

Mein Vater ist Handwerker mit Leib und Seele. Seine Werkstatt zieht mich immer noch magisch an, wenn ich meine Eltern besuche. Meine Mutter ist der absolute Naturmensch, von ihr habe ich die Liebe zu Pflanzen und Blumen geerbt. Ihre Zusammenstellungen aus Blumen und Kräutern sind für mich kleine Kunstwerke. Meine Mutter hat aus den unzähligen Blumen und Kräutern aus unserem Garten sogar Cremes und Tinkturen hergestellt. Ich erinnere mich noch gut an ein gefülltes Regal mit Ringelblumen-und Comfreysalbe.

Ich vermute, dass Flora und Fauna auch für dich eine große Inspirationsquelle sind. Verbringst du viel Zeit draußen, in der Natur, im Garten? Stadt oder Land zum Leben?

Da vermutest Du richtig. Das war schon immer so. Meine Eltern haben früher nebenbei einen kleinen Kotten (alter Bauernhof) bewirtschaftet. So richtig mit Schafen, Kühen, Hühnern und einem Gemüsegarten. So oft ich konnte war ich mit meiner Familie dort draußen und habe die Weite und die zum Teil vollkommen unberührte Natur kennengelernt. Ich habe Baumhäuser mit anderen Kindern gebaut, und wir haben aus unserem Versteck Rehe und andere Tiere beobachtet. Daher kommt wohl auch die Verbundenheit zur Natur in meinen Illustrationen bis heute. Draußen sein ist uns sehr wichtig und deswegen sind wir mit den Kindern auch aus Berlin-Mitte ins grüne Potsdam gezogen. Aber die nähe zur Großstadt möchte ich in meinem Leben ebenfalls nicht mehr missen.

We Like Mondays – und du? Wie sieht ein alltäglicher Montag in eurer Familie aus?

Ich bin Frühaufsteher. Meistens beginnt der Tag gegen 6 Uhr und vor 9 Uhr passiert schon eine ganze Menge. Frühstück mit den Kindern, die Kinder in die Kita bringen, Yoga, Kaffee ansetzen, sich eine halbe Stunde kreative Auszeit gönnen und die Gedanken in alle Richtungen fließen lassen.
Ab 9 Uhr geht es dann richtig los. Projekte und Aufträge bearbeiten, Korrespondenz. Also konzentriertes Arbeiten, um die Zeit gut auszunutzen. Ich arbeite bis ca. 15:30 Uhr und hole dann meine Kinder wieder aus der Kita ab. Am liebsten bleiben wir dann bis abends draußen und sind auf Spielplätzen, im Garten oder treffen uns mit Freunden zum gemeinsamen Erleben und Austauschen. Schnell ist dann so ein Tag wieder um.

Wo kann ich denn deine wunderschönen Produkte kaufen?

Danke erstmal für dieses Kompliment! Drucke meiner Illustrationen und einige Papeterieartikel wie Sticker, Labels oder Gift-Tags kann man in meinem Etsyshop erstehen, den ich gerade erst eröffnet habe und der ein neues Herzensprojekt ist. Mein Kopf steckt voller Ideen, aber es geht alles nur Schritt für Schritt. Der größte Teil meiner Arbeit besteht aus Direkt-Aufträgen für Illustrationen und grafischen Arbeiten für Verlage und Privatpersonen für besondere Anlässe oder Ähnliches.

Hast du eine Sammelleidenschaft?

Ich sammle Steine. Aus jedem Urlaub bringe ich neue in ganz unterschiedlichen Formen und Größen mit oder lasse sie mir mitbringen. Aber alle müssen für mich auch irgendwie eine Geschichte haben und mit einem besonderen Ort verbunden sein.

Gibt es ein Handwerk, das du gerne lernen würdest?

Töpfern, Schneidern und Goldschmieden!
Meinen Tante hat einmal zu mir gesagt: „Man muss nicht alles können, Marion!“ Da hat sie recht, aber ich würde es so gerne…

Bestimmt spielt Kreativität eine wichtige Rolle in eurem Familienleben, oder? Ich bin mir sicher, dass Kreativität abfärbt! Hast du einen Tipp für Eltern, die gerne kreativ mit ihren Kindern sein möchten, aber denken kein Händchen dafür zu haben?

Die Kinder haben die besten Ideen, davon lasse ich mich leiten wenn wir basteln oder werkeln. Für uns hat es sich bewährt, immer einen großen Vorrat an Naturmaterialien im Haus zu haben, den wir gemeinsam gesammelt haben. Davon können wir in den Wintermonaten zehren. Meine Tochter verwandelt dann Schottersteine mit Glitter zu magischen Zaubersteinen, mein Sohn baut gerne Angeln und Bötchen aus Stöcken oder wir basteln kleine krumme und schiefe Mobiles aus Stöckchen und Kastanien.

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Und weil ich so begeistert von meinem Kurzbesuch bei dir in Potsdam war:
Wo verbringst du einen perfekten Tag in Potsdam?

Für mich sieht der perfekte Tag in Potsdam so aus: Frühstück im Zweitwohnsitz, ein Besuch im nahen Park Sanssoussi, mit den Kindern auch gerne im Volkspark. Im Sommer zur Abkühlung einen Sprung in den Heiligen See. Abends die gute Küche vom Quendel geniessen und dann den Abend im Rückholz (Sellostraße 28, 14471 Potsdam) oder der Waschbar ausklingen lassen. Da fällt mir gerade auf, dass könnte ich auch mal wieder machen…

Lieblingshände // WLKMNDYS // Marion Rekersdrees

Und hier kommt die Überraschung! Marion hat für uns alle ihr zauberhaftes Design zum selber Ausdrucken mitgebracht. Wunderschön ist das Geschenkpapier und perfekt, um Kleinigkeiten für die Liebsten zu verhüllen.

DOWNLOAD Geschenkpapier

Herzlichen Dank für die schönen Stunden mit dir liebe Marion!

Die wunderbare Fotografin und Bloggerin Jules Villbrandt von Herz&Blut hat die Bilder zu diesem Beitrag gemacht.

3 Gedanken zu „Zu Besuch bei Marion Rekersdrees“

  1. Mal wieder ganz tolle Fotos & Interview, ich folge Marion schon länger und mag einfach alles, ihre meditative Natürlichkeit ist einfach entspannend.

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